Eigener Bienenstand an der Bacherl-Schule

 

   Seit Beginn des Schuljahres im September 2009 befasst sich eine Gruppe von 14 Hauptschülern aus den fünften und sechsten Klassen intensiv mit dem Leben der Bienen. Lehrreiche Unterrichtsfilme aber auch Erfahrungsberichte ihres Betreuers Herbert Raab informierten die angehenden Imker zunächst über das Leben im Bienenstock. Wie schafft es die Königin, bis zu 3000 Eier an einem Tag zu legen? Stechen die Drohnen tatsächlich nicht? Wie kann eine Arbeiterin ihrem Volk den exakten Standort einer neuen Honigquelle mitteilen?

   Fragen über Fragen zeigten das rege Interesse der Schüler an dem neuen ungewöhnlichen Fach, das sie freiwillig als zusätzlichen Unterricht gewählt hatten. Im Spätherbst und während der Wintermonate machte sich die Arbeitsgruppe daran, im Werkraum einen Unterstand für die eigenen zwei Bienenvölker zu bauen.

 

 

Noch vor dem ersten Frost wurde ein geeigneter Platz auf dem Schulgelände gesucht, ein Grundfest aus Betonsteinen geschaffen, Pläne gezeichnet, Bretter zugeschnitten, gebohrt, geschliffen und zusammengeschraubt und Ende März konnte der selbstgebaute Unterstand voller Stolz aufgestellt werden.

 

 

 

   

Der Imkerverein Berchtesgaden untertützt die angehenden Imker und hat ihnen als Anerkennung einen Ableger aus dem letzten Bienenjahr, also ein neues Volk geschenkt. Am 19. April konnten die Schüler das erste Mal ihre eigenen Bienen beobachten, wie sie von ihrem neuen Standort im Schulgarten die ersten Erkundungsflüge unternahmen. Einige ganz fleißige Sammlerinnnen kamen bereits mit gelbleuchtenden Pollen in den Taschen ihrer Hinterbeine zurück.

Ein zweites Volk soll möglichst bald noch erworben werden. Wenn die umliegenden Obst- und Kastanienbäume in Kürze zu blühen beginnen, werden die "Hauptschul-Bienen" sich vom Schulgarten aus auf die Honigsuche machen und wenn alles gut geht, werden die jungen Imker nach den Pfingstferien den ersten selbstproduzierten Honig schleudern und auf ihr Pausenbrot streichen könnnen